Author: Anna-Maria Wagner (page 1 of 2)

Heiko Maas: „Journalisten müssen sich auf den Staat verlassen können“

Heiko Maas (SPD)  ist seit dem Dezember 2013 Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz im Kabinett Merkel.  Im Interview mit dem DJV-Bundesvorsitzenden Frank Überall sprach er über körperliche und verbale Gewalt gegen Journalisten,  Medienpolitik und die Situation der Pressefreiheit in Deutschland. Seit Monaten beobachten wir, dass Journalistinnen und Journalisten vor allem bei rechten Demonstrationen angegriffen werden. Ist das auch Ihre Wahrnehmung? Ja. Das geht Journalisten so und auch vielen Kommunalpolitikern oder Ehrenamtlichen etwa in der Flüchtlingshilfe. Das gesellschaftliche Klima verändert sich - es wird rauer, das geht bis hin zu tätlichen Angriffen. Ein ... zum Beitrag

Thilo Schmidt: „Ellenbogen mit Wucht in die Seite gerammt“

Am 20. Februar 2017 begleitete ich  in Dresden den "Montagsspaziergang" von PEGIDA für ein SWR-Feature. Thema des Beitrags war die Situation der Pressefreiheit in Deutschland, Anlass der weltweite Jahrestag der Pressefreiheit im Mai.  Vom Straßenrand aus zeichnete ich mit meinem Mikro den vom Hauptbahnhof die St. Petersburger Straße entlangziehenden Demonstrationszug auf. Plötzlich fragte mich einer der PEGIDA-Anhänger, von welcher „Scheißpresse“ ich denn käme. Ich entgegnete,  dass ich auf solch eine Frage nicht antworten würde. Der Mann begann zu brüllen, fragte mich, wer denn gesagt hätte, dass ich ihn aufnehmen dürfe. Es folgte ein lautes Wortgefecht, in das sich sechs oder ... zum Beitrag

Alarmierende Studie: Wie Journalisten unter Aggression und Gewalt leiden

Jeder zweite Journalist empfindet die zunehmende Aggression gegen seine Berufsgruppe als Belastung. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie unter Leitung des Konfliktforschers Andreas Zick von der Universität Bielefeld hervor, die auf Initiative des Mediendienstes Integration erstellt worden war. Für die Studie wurden 783 Mitglieder des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) und der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) befragt. Bei der Erhebung im November und Dezember 2016 gaben 66,5 Prozent der  befragten Journalisten an, hasserfüllte Reaktionen auf journalistische Beiträge hätten in den letzten zwölf Monaten zugenommen. Gut 27 Prozent der Journalisten ... zum Beitrag

Syrischer Journalist aus MDR-Team attackiert

In Erfurt ist am 16. Januar  ein syrischer Journalist aus einem Fernsehteam des MDR attackiert und rassistisch beleidigt worden.  Bei den Dreharbeiten ging es (ausgerechnet!) um einen Beitrag zum Thema "Angriffe auf Flüchtlingskinder" für die politischen Magazine "Exakt" und "Fakt", teilte der MDR mit. Die Redaktion hat den Angriff auf ihrer Facebook-Seite dokumentiert: https://twitter.com/DJVde/status/821636600304205825 Weiterlesen: Der Tagesspiegel über den Vorfall und die Reaktion des DJV DLF über unser Statement auf Twitter ... zum Beitrag

Dresden: Wenn Reporter anonym berichten müssen

In Dresden haben rechte Gruppierungen wie Pegida, sogenannte "Identitäre" und Vertreter der "Ein-Prozent-Bewegung" zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz vom 19. Dezember  in Berlin aufgerufen.  Dabei schaukelte sich die Stimmung aggressiv hoch, auch Journalist*innen wurden bedroht. Zum Schutz des anwesenden Reporters veröffentlichte der mdr den Bericht über die Veranstaltung ohne Autorennamen. Dass solche Schutzmaßnahmen im journalistischen Tagesgeschäft  erforderlich sind, ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie massiv die freie Berichterstattung durch Gewalt, Drohungen und Beleidigungen bedroht ist. https://twitter.com/newsphotoDE/status/811278761299734528 https://twitter.com/streetcoverage/status/811486521719226368 https://twitter.com/MDR_SN/status/811324145736806400   ... zum Beitrag

Demonstranten und Fotografen bei AfD-Wahlparty attackiert

Auch in München feierte die AfD am vergangenen Sonntag das Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.  Vor dem Gebäude, in dem die Wahlparty stattfand, protestieren einige Demonstranten gegen die Veranstaltung.  Dabei soll es zu Angriffen auf Gegendemonstranten und Bildjournalisten gekommen sein. Die SZ berichtet: "Mehrere Zeugen berichteten am Montag übereinstimmend, dass am Sonntag gegen 17.45 Uhr zwei bis drei Dutzend Demonstranten vor die Gaststätte Portugal an der Friedenstraße zogen und gegen die AfD demonstrieren wollten. Dort erwartete sie offenbar bereits eine größere Gruppe. Mehrere Männer sollen kurz darauf auf die Demonstranten und zwei Fotografen losgegangen ... zum Beitrag

Rangliste der Pressefreiheit: Deutschland ist abgerutscht

Deutschland steigt in der Rangliste der Pressefreiheit vier Plätze auf Rang 16 ab. Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 vergleicht die Situation für Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien. Die "Reporter ohne Grenzen",  bewerten die Verschlechterung als "eine Folge der stark gestiegenen Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten." Das lassen wir an dieser Stelle einfach mal so stehen. Rangliste der Pressefreiheit 2016 Situation in Deutschland ... zum Beitrag

Michael Klarmann: „Für Rechtsextreme ein personifiziertes Feindbild“

Der Journalist Michael Klarmann berichtet seit vielen Jahren vor allem über die rechtsextreme Szene in Nordrhein-Westfalen. Auch in Vorträgen – unter anderem für den Deutschen Journalisten-Verband (DJV) - gibt er seine Erfahrungen weiter und berichtet über die zunehmenden Schwierigkeiten in diesem speziellen Feld der Berichterstattung. Frank Überall hat ihn für zu den Herausforderungen seines besonderen Jobs befragt.   Überall: Was Journalistinnen und Journalisten jetzt in der ganzen Republik erleben, kennen Sie schon seit Jahren: Beschimpfungen und Gewalt von Seiten der Demonstranten. Wie hat sich die Situation in den letzten Monaten oder Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Klarmann: ... zum Beitrag

Fotograf bei Nürnberger AfD-Demo attackiert

Am Wahlsonntag (13.03.2016) ist bei einer  AfD-Demo in Nürnberg ein Bildjournalist angegriffen worden. 150 AfD-Sympathisanten standen dort 500 Gegendemonstranten gegenüber.  Die Polizei nahm den Angreifer fest, stellte die Personalien fest und ließ den etwa 30 Jahre alten Mann später wieder frei. Verletzt wurde niemand bei dem Vorfall. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann wurde eingeleitet. Die Ordner, die bei dem AfD-Demonstrationszug eingesetzt waren, hatten nach Angaben der BR-Reporterin vor Ort nicht eingegriffen. Dieser Beitrag ist eine leicht geänderte und gekürzte Fassung der Meldung auf BR.de ... zum Beitrag

Mario Bialek: Anzeige gegen Anzeige

Seit acht Jahren dokumentiert der Fotograf Mario Bialek kontinuierlich Demos von rechten und rechtsextremen Gruppierungen. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch überregional. Aufgrund seiner intensiven haupt- und nebenamtlichen Auseinandersetzung mit dem Themengebiet ist er nach eigener Aussage bei der Szene hinreichend bekannt und werde demzufolge regelmäßig angefeindet. Bei einer AfD-Demo am 11. Januar 2016 in Merseburg wurde er als begleitender Fotograf angegriffen und erstattete Strafanzeige. Die im Polizeirevier eingereichte Fallschilderung dokumentieren wir hier gekürzt. Die beiden Personen mit der Taschenlampe kamen aus der Masse der Teilnehmenden heraus gerade ... zum Beitrag
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