Autor: Anna-Maria Wagner (Seite 1 von 3)

Welle der Gewalt gegen Journalisten steigt wieder an

Allein in den ersten achteinhalb Monaten des Jahres 2018 hat das Europäische Zentrum für Presse-und Medienfreiheit (ECPMF) mindestens 22 tätliche Übergriffe mit 28 angegriffenen Journalisten und Medienmitarbeitern registriert und überprüft. Die in den letzten beiden Jahren registrierten rückläufigen Zahlen waren dem nach trügerisch. Im Report heißt es: "Die zwischenzeitliche Abnahme gewaltsamer Angriffe von mindestens 43 (2015) auf 19 (2016) und zuletzt fünf (2017) ist demnach nicht auf ein gemindertes Aggressionspotential gegen Journalisten zurückzuführen. Vielmehr spiegelt der Rückgang der Angriffszahlen nur den quantitativen Rückgang von Konfrontationen. In beiden vergangenen ... zum Beitrag

Medienhass in Chemnitz

Bei den Protesten in Chemnitz am 2. September kam es erneut zu etlichen Angriffen auf Journalistinnen und Journalisten. Einige Chefredakteure erhoben schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Anlässlich der andauernden gewalttätigen Auseinandersetzungen in Chemnitz  haben wir Berichterstatter bereits im Vorfeld am 28. August zur äußerster Vorsicht gemahnt. https://twitter.com/DJVde/status/1034359986489643008 Dennoch kam es zu etlichen Übergriffen. Der ARD-Journalist Georg Restle twitterte, er habe "noch nie so viel Hass auf Medien erlebt". Der DJV Sachsen verurteilte die Attacken. "Für uns sind es Angriffe auf Menschen, die ihren Job machen, Angriffe auf Meinungs- und Pressefreiheit!", ... zum Beitrag

ZDF-Team soll PEGIDA-Demo nicht filmen

Ein ZDF-Team wurde für die Dauer von 45 Minuten von Polizisten am Filmen auf einer Pegida-Demonstration in Dresden gehindert. „Das ist ein durch nichts zu rechtfertigender Eingriff in die Pressefreiheit“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall das Vorgehen der Polizeibeamten. Ein Video der Szene verbreitete sich rasant auf Twitter: https://twitter.com/GKDJournalisten/status/1030618683465523200 Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verteidigte die Beamten - und erntet dafür scharfe Kritik.  Der DJV-Vorsitzende Frank Überall hat deshalb nach dem Bekanntwerden der Vorfälle den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, Landesinnenminister Roland Wöller ... zum Beitrag

Polizei Dresden in der Kritik

Eine Mahnwache  am Abend des 13. Februar  vor der Dresdner Frauenkirche für den seit einem Jahr inhaftierten Journalisten Deniz Yücel sollte Aufmerksamkeit für die Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei erzeugen und ein friedliches Signal aussenden. https://twitter.com/DJVSachsen/status/963801103681884160 Aber es kam zu Auschreitungen und Konflikten mit rechten und rechtsextremen Aktivisten, die auf parallel stattfindenden Kundgebungen und Demos in Dresden unterwegs waren. Es sollen auch mehrere Journalisten sollen von rechten Aktivisten in ihrer Arbeit behindert- und teilweise sogar körperlich Angegriffen worden sein. https://twitter.com/streetcoverage/status/963507093599813633 https://twitter.com/DJVSachsen/status/963654457752997889 Der ... zum Beitrag
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert alle Journalistinnen und Journalisten auf, Übergriffe und tätliche Angriffe immer und unverzüglich anzuzeigen. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall: „Eine Ohrfeige ist keine Bagatelle, sondern ein Angriff auf die Pressefreiheit.“ Auch wenn in letzter Zeit Übergriffe auf Journalisten kaum noch Gegenstand der Berichterstattung seien, habe sich an der feindlichen Haltung insbesondere von Rechtsextremisten gegenüber Medienvertretern nichts geändert. Der DJV-Vorsitzende reagiert damit auf Berichte aus Sachsen, nach denen 17 von 44 Angriffen auf Journalisten nicht bekannt seien. Das sächsische Innenministerium teilt dazu mit, dass diese ... zum Beitrag

Heiko Maas: „Journalisten müssen sich auf den Staat verlassen können“

Heiko Maas (SPD)  ist seit dem Dezember 2013 Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz im Kabinett Merkel.  Im Interview mit dem DJV-Bundesvorsitzenden Frank Überall sprach er über körperliche und verbale Gewalt gegen Journalisten,  Medienpolitik und die Situation der Pressefreiheit in Deutschland. Seit Monaten beobachten wir, dass Journalistinnen und Journalisten vor allem bei rechten Demonstrationen angegriffen werden. Ist das auch Ihre Wahrnehmung? Ja. Das geht Journalisten so und auch vielen Kommunalpolitikern oder Ehrenamtlichen etwa in der Flüchtlingshilfe. Das gesellschaftliche Klima verändert sich - es wird rauer, das geht bis hin zu tätlichen Angriffen. Ein ... zum Beitrag

Thilo Schmidt: „Ellenbogen mit Wucht in die Seite gerammt“

Am 20. Februar 2017 begleitete ich  in Dresden den "Montagsspaziergang" von PEGIDA für ein SWR-Feature. Thema des Beitrags war die Situation der Pressefreiheit in Deutschland, Anlass der weltweite Jahrestag der Pressefreiheit im Mai.  Vom Straßenrand aus zeichnete ich mit meinem Mikro den vom Hauptbahnhof die St. Petersburger Straße entlangziehenden Demonstrationszug auf. Plötzlich fragte mich einer der PEGIDA-Anhänger, von welcher „Scheißpresse“ ich denn käme. Ich entgegnete,  dass ich auf solch eine Frage nicht antworten würde. Der Mann begann zu brüllen, fragte mich, wer denn gesagt hätte, dass ich ihn aufnehmen dürfe. Es folgte ein lautes Wortgefecht, in das sich sechs oder ... zum Beitrag

Alarmierende Studie: Wie Journalisten unter Aggression und Gewalt leiden

Jeder zweite Journalist empfindet die zunehmende Aggression gegen seine Berufsgruppe als Belastung. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie unter Leitung des Konfliktforschers Andreas Zick von der Universität Bielefeld hervor, die auf Initiative des Mediendienstes Integration erstellt worden war. Für die Studie wurden 783 Mitglieder des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) und der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) befragt. Bei der Erhebung im November und Dezember 2016 gaben 66,5 Prozent der  befragten Journalisten an, hasserfüllte Reaktionen auf journalistische Beiträge hätten in den letzten zwölf Monaten zugenommen. Gut 27 Prozent der Journalisten ... zum Beitrag

Syrischer Journalist aus MDR-Team attackiert

In Erfurt ist am 16. Januar  ein syrischer Journalist aus einem Fernsehteam des MDR attackiert und rassistisch beleidigt worden.  Bei den Dreharbeiten ging es (ausgerechnet!) um einen Beitrag zum Thema "Angriffe auf Flüchtlingskinder" für die politischen Magazine "Exakt" und "Fakt", teilte der MDR mit. Die Redaktion hat den Angriff auf ihrer Facebook-Seite dokumentiert: https://twitter.com/DJVde/status/821636600304205825 Weiterlesen: Der Tagesspiegel über den Vorfall und die Reaktion des DJV DLF über unser Statement auf Twitter ... zum Beitrag

Dresden: Wenn Reporter anonym berichten müssen

In Dresden haben rechte Gruppierungen wie Pegida, sogenannte "Identitäre" und Vertreter der "Ein-Prozent-Bewegung" zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz vom 19. Dezember  in Berlin aufgerufen.  Dabei schaukelte sich die Stimmung aggressiv hoch, auch Journalist*innen wurden bedroht. Zum Schutz des anwesenden Reporters veröffentlichte der mdr den Bericht über die Veranstaltung ohne Autorennamen. Dass solche Schutzmaßnahmen im journalistischen Tagesgeschäft  erforderlich sind, ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie massiv die freie Berichterstattung durch Gewalt, Drohungen und Beleidigungen bedroht ist. https://twitter.com/newsphotoDE/status/811278761299734528 https://twitter.com/streetcoverage/status/811486521719226368 https://twitter.com/MDR_SN/status/811324145736806400   ... zum Beitrag
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