Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 2)

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert alle Journalistinnen und Journalisten auf, Übergriffe und tätliche Angriffe immer und unverzüglich anzuzeigen. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall: „Eine Ohrfeige ist keine Bagatelle, sondern ein Angriff auf die Pressefreiheit.“ Auch wenn in letzter Zeit Übergriffe auf Journalisten kaum noch Gegenstand der Berichterstattung seien, habe sich an der feindlichen Haltung insbesondere von Rechtsextremisten gegenüber Medienvertretern nichts geändert. Der DJV-Vorsitzende reagiert damit auf Berichte aus Sachsen, nach denen 17 von 44 Angriffen auf Journalisten nicht bekannt seien. Das sächsische Innenministerium teilt dazu mit, dass diese ... zum Beitrag

Heiko Maas: „Journalisten müssen sich auf den Staat verlassen können“

Heiko Maas (SPD)  ist seit dem Dezember 2013 Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz im Kabinett Merkel.  Im Interview mit dem DJV-Bundesvorsitzenden Frank Überall sprach er über körperliche und verbale Gewalt gegen Journalisten,  Medienpolitik und die Situation der Pressefreiheit in Deutschland. Seit Monaten beobachten wir, dass Journalistinnen und Journalisten vor allem bei rechten Demonstrationen angegriffen werden. Ist das auch Ihre Wahrnehmung? Ja. Das geht Journalisten so und auch vielen Kommunalpolitikern oder Ehrenamtlichen etwa in der Flüchtlingshilfe. Das gesellschaftliche Klima verändert sich - es wird rauer, das geht bis hin zu tätlichen Angriffen. Ein ... zum Beitrag

Dresden: Wenn Reporter anonym berichten müssen

In Dresden haben rechte Gruppierungen wie Pegida, sogenannte "Identitäre" und Vertreter der "Ein-Prozent-Bewegung" zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz vom 19. Dezember  in Berlin aufgerufen.  Dabei schaukelte sich die Stimmung aggressiv hoch, auch Journalist*innen wurden bedroht. Zum Schutz des anwesenden Reporters veröffentlichte der mdr den Bericht über die Veranstaltung ohne Autorennamen. Dass solche Schutzmaßnahmen im journalistischen Tagesgeschäft  erforderlich sind, ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie massiv die freie Berichterstattung durch Gewalt, Drohungen und Beleidigungen bedroht ist. https://twitter.com/newsphotoDE/status/811278761299734528 https://twitter.com/streetcoverage/status/811486521719226368 https://twitter.com/MDR_SN/status/811324145736806400   ... zum Beitrag

Frank Überall: „Medienkompetenz ist das einzig wirksame Mittel“

Bei einem Fachgespräch zur Bedrohung von Journalistinnen und Journalisten bei Demonstrationen informierte DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall gemeinsam mit RTL -Aktuell Chefmoderator Peter Kloeppel am Mittwoch die politischen Berichterstatter der Bundestagsfraktionen. Martin Dörmann (SPD, Bildmitte), Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen), Marco Wanderwitz (CDU/CSU) und Harald Petzold (Die Linke) ließen sich berichten, wie aufgeheizt die Stimmung vor allem bei rechten Demos und Aufmärschen in den letzten Monaten war und welche Konzepte zum Schutz von Medienvertretern beitragen können. Überall plädierte in diesem Zusammenhang auch nachdrücklich für eine Wiedereinführung des bundeseinheitlichen ... zum Beitrag

Demonstranten und Fotografen bei AfD-Wahlparty attackiert

Auch in München feierte die AfD am vergangenen Sonntag das Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.  Vor dem Gebäude, in dem die Wahlparty stattfand, protestieren einige Demonstranten gegen die Veranstaltung.  Dabei soll es zu Angriffen auf Gegendemonstranten und Bildjournalisten gekommen sein. Die SZ berichtet: "Mehrere Zeugen berichteten am Montag übereinstimmend, dass am Sonntag gegen 17.45 Uhr zwei bis drei Dutzend Demonstranten vor die Gaststätte Portugal an der Friedenstraße zogen und gegen die AfD demonstrieren wollten. Dort erwartete sie offenbar bereits eine größere Gruppe. Mehrere Männer sollen kurz darauf auf die Demonstranten und zwei Fotografen losgegangen ... zum Beitrag

Acht Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten

Im Zuge der massiven Zunahme rechtspopulistischer Veranstaltungen verzeichneten Journalistenverbände eine zunehmende Zahl von Einschüchterungsversuchen und auch tatsächlicher Gewalt gegenüber Medienvertretern. Von „Lügenpresse – halt die Fresse!“ war und ist es nicht weit zur Parole „Lügenpresse – auf die Fresse!“ Nicht selten heizen rechtspopulistische Redner die Ressentiments gezielt an. Rolf H., der bei einer AfD-Veranstaltung in Nürnberg Berichterstatter attackierte, kam jedoch wenigstens nicht ungestraft davon. Von Thomas Witzgall Für Fotografen kein unbekannter Täter Wer auf Veranstaltungen von Pegida in München und Nürnberg oder im Umfeld von Michael ... zum Beitrag

Udo Pastörs: „Feine Journaille-Schmierer“

Neonazi Udo Pastörs beschimpft Journalisten am 1. Mai 2016 beim  Aufmarsch der NPD auf dem Platz der Freiheit in Schwerin: Transkript: „Und wenn ich dann mit den immer grienenden Journalisten zu tun habe, die immer mit einer vermeintlich intellektuellen Überlegenheit einem das Mikrofon reichen, dann will ich denen sagen, die auch heute wieder als moralische Instanz und als Zuarbeiter der Staatsanwaltschaften hier anwesend sind, dann will ich denen sagen: Wenn sie sagen, es gibt in Mecklenburg-Vorpommern erst so wenig Ausländer, dann will ich diesen feinen Journaille-Schmierern, dieser Schweinejournalismus, den sie produzieren, ganz einfach freundlich mit Nächstenliebe zurufen: es ... zum Beitrag

Mario Bialek: Anzeige gegen Anzeige

Seit acht Jahren dokumentiert der Fotograf Mario Bialek kontinuierlich Demos von rechten und rechtsextremen Gruppierungen. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch überregional. Aufgrund seiner intensiven haupt- und nebenamtlichen Auseinandersetzung mit dem Themengebiet ist er nach eigener Aussage bei der Szene hinreichend bekannt und werde demzufolge regelmäßig angefeindet. Bei einer AfD-Demo am 11. Januar 2016 in Merseburg wurde er als begleitender Fotograf angegriffen und erstattete Strafanzeige. Die im Polizeirevier eingereichte Fallschilderung dokumentieren wir hier gekürzt. Die beiden Personen mit der Taschenlampe kamen aus der Masse der Teilnehmenden heraus gerade ... zum Beitrag
Bei einem Aufmarsch der NPD-dominierten MVgida-Bewegung im mecklenburgischen Grevesmühlen ist am Montag ein Bildjournalist angegriffen worden. An der Demo gegen Flüchtlinge, zu der der örtliche Pegida-Ableger aufgerufen hatte, nahmen rund 160 Menschen teil. In der Pressemitteilung der Polizei heißt es über den Vorfall: „Der Mann erlitt durch einen Faustschlag des Angreifers leichte Verletzungen im Gesichtsbereich. " Der Angreifer konnte flüchten. Die Polizei ermittelt jedoch gegen einen Verdächtigen, er soll ein bekannter Aktivist der rechtsextremen Szene sein. Medienberichte zum Thema:  Neues Deutschland (Reaktion des DJV) Endstation Rechts SPIEGEL ONLINE ... zum Beitrag

Wenn das Mikrophon geraubt wird

Von Frank Überall Es ist an sich schon unglaublich, was einer Radiojournalistin der ARD in Berlin passierte: Während sie über eine Demonstration berichten wollte, wurde sie von hinten körperlich angegriffen, ihr wurde das Mikrophon entrissen. Wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, spielte sich das Geschehen bei einer Veranstaltung von Linken ab. Per Twitter bat die Journalistin darum, das geraubte Mikrophon bei einer Bäckerei zu hinterlegen. Auf dem integrierten Aufnahme-Chip waren offenbar die Ergebnisse ihrer stundenlangen Arbeit gespeichert. Zunächst wurde das Arbeitsgerät aber nicht anonym hinterlegt. Der Fall zeigt die Verrohung der Sitten nicht nur bei rechtsextremen ... zum Beitrag
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