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Dresden: Wenn Reporter anonym berichten müssen

In Dresden haben rechte Gruppierungen wie Pegida, sogenannte "Identitäre" und Vertreter der "Ein-Prozent-Bewegung" zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz vom 19. Dezember  in Berlin aufgerufen.  Dabei schaukelte sich die Stimmung aggressiv hoch, auch Journalist*innen wurden bedroht. Zum Schutz des anwesenden Reporters veröffentlichte der mdr den Bericht über die Veranstaltung ohne Autorennamen. Dass solche Schutzmaßnahmen im journalistischen Tagesgeschäft  erforderlich sind, ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie massiv die freie Berichterstattung durch Gewalt, Drohungen und Beleidigungen bedroht ist. https://twitter.com/newsphotoDE/status/811278761299734528 https://twitter.com/streetcoverage/status/811486521719226368 https://twitter.com/MDR_SN/status/811324145736806400   ... zum Beitrag

Frank Überall: „Medienkompetenz ist das einzig wirksame Mittel“

Bei einem Fachgespräch zur Bedrohung von Journalistinnen und Journalisten bei Demonstrationen informierte DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall gemeinsam mit RTL -Aktuell Chefmoderator Peter Kloeppel am Mittwoch die politischen Berichterstatter der Bundestagsfraktionen. Martin Dörmann (SPD, Bildmitte), Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen), Marco Wanderwitz (CDU/CSU) und Harald Petzold (Die Linke) ließen sich berichten, wie aufgeheizt die Stimmung vor allem bei rechten Demos und Aufmärschen in den letzten Monaten war und welche Konzepte zum Schutz von Medienvertretern beitragen können. Überall plädierte in diesem Zusammenhang auch nachdrücklich für eine Wiedereinführung des bundeseinheitlichen ... zum Beitrag

Demonstranten und Fotografen bei AfD-Wahlparty attackiert

Auch in München feierte die AfD am vergangenen Sonntag das Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.  Vor dem Gebäude, in dem die Wahlparty stattfand, protestieren einige Demonstranten gegen die Veranstaltung.  Dabei soll es zu Angriffen auf Gegendemonstranten und Bildjournalisten gekommen sein. Die SZ berichtet: "Mehrere Zeugen berichteten am Montag übereinstimmend, dass am Sonntag gegen 17.45 Uhr zwei bis drei Dutzend Demonstranten vor die Gaststätte Portugal an der Friedenstraße zogen und gegen die AfD demonstrieren wollten. Dort erwartete sie offenbar bereits eine größere Gruppe. Mehrere Männer sollen kurz darauf auf die Demonstranten und zwei Fotografen losgegangen ... zum Beitrag

Acht Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten

Im Zuge der massiven Zunahme rechtspopulistischer Veranstaltungen verzeichneten Journalistenverbände eine zunehmende Zahl von Einschüchterungsversuchen und auch tatsächlicher Gewalt gegenüber Medienvertretern. Von „Lügenpresse – halt die Fresse!“ war und ist es nicht weit zur Parole „Lügenpresse – auf die Fresse!“ Nicht selten heizen rechtspopulistische Redner die Ressentiments gezielt an. Rolf H., der bei einer AfD-Veranstaltung in Nürnberg Berichterstatter attackierte, kam jedoch wenigstens nicht ungestraft davon. Von Thomas Witzgall Für Fotografen kein unbekannter Täter Wer auf Veranstaltungen von Pegida in München und Nürnberg oder im Umfeld von Michael ... zum Beitrag

Udo Pastörs: „Feine Journaille-Schmierer“

Neonazi Udo Pastörs beschimpft Journalisten am 1. Mai 2016 beim  Aufmarsch der NPD auf dem Platz der Freiheit in Schwerin: Transkript: „Und wenn ich dann mit den immer grienenden Journalisten zu tun habe, die immer mit einer vermeintlich intellektuellen Überlegenheit einem das Mikrofon reichen, dann will ich denen sagen, die auch heute wieder als moralische Instanz und als Zuarbeiter der Staatsanwaltschaften hier anwesend sind, dann will ich denen sagen: Wenn sie sagen, es gibt in Mecklenburg-Vorpommern erst so wenig Ausländer, dann will ich diesen feinen Journaille-Schmierern, dieser Schweinejournalismus, den sie produzieren, ganz einfach freundlich mit Nächstenliebe zurufen: es ... zum Beitrag

Mario Bialek: Anzeige gegen Anzeige

Seit acht Jahren dokumentiert der Fotograf Mario Bialek kontinuierlich Demos von rechten und rechtsextremen Gruppierungen. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch überregional. Aufgrund seiner intensiven haupt- und nebenamtlichen Auseinandersetzung mit dem Themengebiet ist er nach eigener Aussage bei der Szene hinreichend bekannt und werde demzufolge regelmäßig angefeindet. Bei einer AfD-Demo am 11. Januar 2016 in Merseburg wurde er als begleitender Fotograf angegriffen und erstattete Strafanzeige. Die im Polizeirevier eingereichte Fallschilderung dokumentieren wir hier gekürzt. Die beiden Personen mit der Taschenlampe kamen aus der Masse der Teilnehmenden heraus gerade ... zum Beitrag
Bei einem Aufmarsch der NPD-dominierten MVgida-Bewegung im mecklenburgischen Grevesmühlen ist am Montag ein Bildjournalist angegriffen worden. An der Demo gegen Flüchtlinge, zu der der örtliche Pegida-Ableger aufgerufen hatte, nahmen rund 160 Menschen teil. In der Pressemitteilung der Polizei heißt es über den Vorfall: „Der Mann erlitt durch einen Faustschlag des Angreifers leichte Verletzungen im Gesichtsbereich. " Der Angreifer konnte flüchten. Die Polizei ermittelt jedoch gegen einen Verdächtigen, er soll ein bekannter Aktivist der rechtsextremen Szene sein. Medienberichte zum Thema:  Neues Deutschland (Reaktion des DJV) Endstation Rechts SPIEGEL ONLINE ... zum Beitrag

Wenn das Mikrophon geraubt wird

Von Frank Überall Es ist an sich schon unglaublich, was einer Radiojournalistin der ARD in Berlin passierte: Während sie über eine Demonstration berichten wollte, wurde sie von hinten körperlich angegriffen, ihr wurde das Mikrophon entrissen. Wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, spielte sich das Geschehen bei einer Veranstaltung von Linken ab. Per Twitter bat die Journalistin darum, das geraubte Mikrophon bei einer Bäckerei zu hinterlegen. Auf dem integrierten Aufnahme-Chip waren offenbar die Ergebnisse ihrer stundenlangen Arbeit gespeichert. Zunächst wurde das Arbeitsgerät aber nicht anonym hinterlegt. Der Fall zeigt die Verrohung der Sitten nicht nur bei rechtsextremen ... zum Beitrag

Kamerateams bei AfD-Demo in Magdeburg angegriffen

Bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD Sachsen-Anhalt am 27. Januar in Magdeburg sind Journalisten-Teams des ZDF und des mdr angegriffen und aus der Menge heraus mit Reizgas attackiert worden. Einige Journalisten mussten medizinisch versorgt werden. Bericht des ZDF Bericht des mdr Reaktion des DJV Der DJV verurteilte die Angriffe aufs Schärfste und forderte die Partei auf, sich von der Gewalt gegen Journalisten zu distanzieren. „Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Bedrohung von Journalistinnen und Journalisten gesellschaftlich zu beschäftigen. Es kann nicht sein, dass unsere Kolleginnen und Kollegen die bloße Ausübung ihres Berufes mit gesundheitlichen Schäden bezahlen ... zum Beitrag

Wie Journalisten sich gegen Drohungen zur Wehr setzen

Vor allem bei Facebook, aber auch bei Twitter gibt es mittlerweile massive Probleme wegen Hass-Kommentaren, von denen auch Journalistinnen und Journalisten in großer Zahl betroffen sind. Zuletzt wurden Kai Diekmann (BILD-Hrsg.) sowie mehrere Redakteure von BILD und stern.de auf Twitter bedroht. Das Netzwerk reagierte auf die die von Diekmann gemeldeten Verstöße recht zügig mit der Sperrung der entsprechenden Accounts. Facebook stand indessen lange in der Kritik,  bei gemeldeten Hass- und Drohkommentare nicht schnell genug zu agieren und seiner Verantwortung  damit nicht gerecht zu werden.  Die Debatte über den Umgang des größten sozialen Netzwerks mit "Hate-Speech" hatte sich im Zuge ... zum Beitrag
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