Am 20. Februar 2017 begleitete ich  in Dresden den „Montagsspaziergang“ von PEGIDA für ein SWR-Feature. Thema des Beitrags war die Situation der Pressefreiheit in Deutschland, Anlass der weltweite Jahrestag der Pressefreiheit im Mai.  Vom Straßenrand aus zeichnete ich mit meinem Mikro den vom Hauptbahnhof die St. Petersburger Straße entlangziehenden Demonstrationszug auf. Plötzlich fragte mich einer der PEGIDA-Anhänger, von welcher „Scheißpresse“ ich denn käme. Ich entgegnete,  dass ich auf solch eine Frage nicht antworten würde. Der Mann begann zu brüllen, fragte mich, wer denn gesagt hätte, dass ich ihn aufnehmen dürfe. Es folgte ein lautes Wortgefecht, in das sich sechs oder sieben Demonstrationsteilnehmer einmischten. Dabei fielen Sätze wie „pack dein Mikro ein und verschwinde“ und „wir wollen dich hier nicht, merkst du das nicht“.  Auf einmal rammte mir ein Mann schräg von hinten mit aller Wucht seinen Ellenbogen seitlich in die Rippen. Als ich frage, was das solle, wurde ich erneut von mehreren Teilnehmern verbal attackiert. Zu guter Letzt versuchte ein weiterer Demonstrant, mir das Mikro wegzunehmen. Das gelang ihm zwar nicht, aber er konnte den Fellwindschutz entreißen.

Keiner der Anwesenden wirkte mäßigend oder schlichtend auf die Aggressoren ein. Die Polizei bekam den Vorfall nicht mit, sie war außer Sichtweite.

Die geschilderten Vorfälle sind  im Originalton dokumentiert:

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