Tag: Dresden

Thilo Schmidt: „Ellenbogen mit Wucht in die Seite gerammt“

Am 20. Februar 2017 begleitete ich  in Dresden den "Montagsspaziergang" von PEGIDA für ein SWR-Feature. Thema des Beitrags war die Situation der Pressefreiheit in Deutschland, Anlass der weltweite Jahrestag der Pressefreiheit im Mai.  Vom Straßenrand aus zeichnete ich mit meinem Mikro den vom Hauptbahnhof die St. Petersburger Straße entlangziehenden Demonstrationszug auf. Plötzlich fragte mich einer der PEGIDA-Anhänger, von welcher „Scheißpresse“ ich denn käme. Ich entgegnete,  dass ich auf solch eine Frage nicht antworten würde. Der Mann begann zu brüllen, fragte mich, wer denn gesagt hätte, dass ich ihn aufnehmen dürfe. Es folgte ein lautes Wortgefecht, in das sich sechs oder ... zum Beitrag

Dresden: Wenn Reporter anonym berichten müssen

In Dresden haben rechte Gruppierungen wie Pegida, sogenannte "Identitäre" und Vertreter der "Ein-Prozent-Bewegung" zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz vom 19. Dezember  in Berlin aufgerufen.  Dabei schaukelte sich die Stimmung aggressiv hoch, auch Journalist*innen wurden bedroht. Zum Schutz des anwesenden Reporters veröffentlichte der mdr den Bericht über die Veranstaltung ohne Autorennamen. Dass solche Schutzmaßnahmen im journalistischen Tagesgeschäft  erforderlich sind, ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie massiv die freie Berichterstattung durch Gewalt, Drohungen und Beleidigungen bedroht ist. https://twitter.com/newsphotoDE/status/811278761299734528 https://twitter.com/streetcoverage/status/811486521719226368 https://twitter.com/MDR_SN/status/811324145736806400   ... zum Beitrag

Pegida in Dresden: Zwischen Agitation und Ausflugsstimmung

Von Frank Überall, DJV-Bundesvorsitzender Es hat ein bisschen etwas von einer Klassenfahrt. Es ist Mitte März, und in der Dresdner Innenstadt ist es kalt. An einem Kiosk wird Glühwein für einen Euro verkauft. Viele Menschen auf dem Altmarkt aber haben eigene Thermoskannen mitgebracht. Rund 3.000 haben sich versammelt. Journalistinnen und Journalisten beobachten die Szenerie mit einem dumpfen Gefühl im Magen. Zu oft hat es hier Übergriffe auf Medienvertreter gegeben. An diesem Abend schaue ich auch zu. Um es vorweg zu nehmen: Es war ein ruhiger Abend, nicht so aufgeregt und gewaltbelastet wie viele Treffen der Pegida-Anhänger sonst in Dresden. Es gibt nur verbale Gewalt, und die richtet ... zum Beitrag

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