Tag: Lügenpresse

Björn Kietzmann: Polizei will Neonazis bei Bautzen-Aufmarsch „nicht stören“

Bautzen gilt als Hochburg des Rechtsextremismus und ist aktuell wieder ständig in den Schlagzeilen, zuletzt wegen der rassistischen Ausschreitungen Mitte September. Auch am 7. Oktober hatten sich dort wieder rund 300 Rechtsextreme und Sympathisanten auf dem Kornmarkt zu einer Demonstration versammelt. Der Fotograf Björn Kietzmann war vor Ort:   21 Stunden nach meiner Rückkehr aus dem Bürgerkriegsland Kolumbien, wo ich rund zwei Monate ohne bedroht oder angegriffen zu werden über den dortigen Friedensprozess berichtete, sitze ich gemeinsam mit einem befreundeten Agenturfotografen im Auto auf dem Weg ins sächsische Bautzen, wo am Abend Rechtsradikale aufmarschieren wollen. Ich ... zum Beitrag

Acht Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten

Im Zuge der massiven Zunahme rechtspopulistischer Veranstaltungen verzeichneten Journalistenverbände eine zunehmende Zahl von Einschüchterungsversuchen und auch tatsächlicher Gewalt gegenüber Medienvertretern. Von „Lügenpresse – halt die Fresse!“ war und ist es nicht weit zur Parole „Lügenpresse – auf die Fresse!“ Nicht selten heizen rechtspopulistische Redner die Ressentiments gezielt an. Rolf H., der bei einer AfD-Veranstaltung in Nürnberg Berichterstatter attackierte, kam jedoch wenigstens nicht ungestraft davon. Von Thomas Witzgall Für Fotografen kein unbekannter Täter Wer auf Veranstaltungen von Pegida in München und Nürnberg oder im Umfeld von Michael ... zum Beitrag

Fabian Virchow: „Gewalt wird als legitimes Mittel angesehen“

Prof. Dr. Fabian Virchow leitet die Forschungsstelle Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf. Der viel gefragte Experte berichtet im Interview mit Frank Überall über seine aktuellen Studien und eine zunehmend gewaltbereite Szene. Überall: Es gibt offenbar häufig ein Spannungsfeld zwischen Demonstrationsfreiheit auf der einen und Pressefreiheit auf der anderen Seite. Wie sind Ihre Beobachtungen in den letzten Monaten? Hat sich die Lage gegenüber Journalistinnen und Journalisten zugespitzt? Virchow: Auch wenn es keine präzisen empirischen Erhebungen gibt, ist ohne Zweifel von einer Eskalation auszugehen, die sich in den letzten zwölf Monaten abzeichnet. Bereits ... zum Beitrag

Michael Klarmann: „Für Rechtsextreme ein personifiziertes Feindbild“

Der Journalist Michael Klarmann berichtet seit vielen Jahren vor allem über die rechtsextreme Szene in Nordrhein-Westfalen. Auch in Vorträgen – unter anderem für den Deutschen Journalisten-Verband (DJV) - gibt er seine Erfahrungen weiter und berichtet über die zunehmenden Schwierigkeiten in diesem speziellen Feld der Berichterstattung. Frank Überall hat ihn für zu den Herausforderungen seines besonderen Jobs befragt.   Überall: Was Journalistinnen und Journalisten jetzt in der ganzen Republik erleben, kennen Sie schon seit Jahren: Beschimpfungen und Gewalt von Seiten der Demonstranten. Wie hat sich die Situation in den letzten Monaten oder Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Klarmann: ... zum Beitrag

Ine Dipmann: „Sie schlagen mich?“

Ine Dippmann (41) ist seit Februar 2014 Landeskorrespondentin von MDR Info in Sachsen. Sie ist Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) Sachsen. Dieser Augenzeugenbericht ist die Zusammenfassung eines Interviews, das sie mit Matthias Meisner (Tagesspiegel) führte. Am 11.1.2016 berichtete ich für den MDR Hörfunk als Live-Reporterin von verschiedenen Kundgebungen in Leipzig. Zwischen den stündlichen Live-Schalten von einem Ü-Wagen bin ich immer wieder an verschiedene Punkte der Innenstadt gegangen oder mit dem Rad gefahren. Zur Kundgebung von Legida bin ich erst am Ende gestoßen, da waren die Reden von Bachmann und Festerling schon durch. Gerade "sang" Hannes Ostendorf ... zum Beitrag

„Wer mit Gewalt arbeitet, kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen!“

Prälat Prof. Dr. Helmut Moll ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Im Interview mit sieht der Kölner Parallelen zwischen der Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und heute. „Wer mit Gewalt arbeitet, kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen“, erläutert der Kirchenexperte im Hinblick auf die so genannte Pegida-Bewegung.   Das Gespräch mit Prof. Dr. Helmut Moll führte Frank Überall In der NS-Zeit mussten Journalistinnen und Journalisten für ihren Widerstand gegen die Diktatur zum Teil mit dem Tod büßen. Weshalb sprechen Sie jetzt von Ähnlichkeiten ... zum Beitrag

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