Tag: Pegida (page 1 of 2)

Dresden: Wenn Reporter anonym berichten müssen

In Dresden haben rechte Gruppierungen wie Pegida, sogenannte "Identitäre" und Vertreter der "Ein-Prozent-Bewegung" zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz vom 19. Dezember  in Berlin aufgerufen.  Dabei schaukelte sich die Stimmung aggressiv hoch, auch Journalist*innen wurden bedroht. Zum Schutz des anwesenden Reporters veröffentlichte der mdr den Bericht über die Veranstaltung ohne Autorennamen. Dass solche Schutzmaßnahmen im journalistischen Tagesgeschäft  erforderlich sind, ist erschütternd und zeigt einmal mehr, wie massiv die freie Berichterstattung durch Gewalt, Drohungen und Beleidigungen bedroht ist. https://twitter.com/newsphotoDE/status/811278761299734528 https://twitter.com/streetcoverage/status/811486521719226368 https://twitter.com/MDR_SN/status/811324145736806400   ... zum Beitrag

Frank Überall: „Warum Angriffe auf Journalisten die Demokratie gefährden“

Die Mischung aus Augenzeugenberichten, Gastbeiträgen und Interviews trägt aus unserer Sicht  nicht nur zu einem kollegialen Austausch bei – sie dient gleichzeitig auch als ständiges Gesprächsangebot an die zuständigen Institutionen.

Der DJV-Vorsitzende Frank Überall beschreibt in einem Gastbeitrag für den „vorwärts“ die Zielsetzung des Projektes augenzeugen.info und zieht eine erste Zwischenbilanz.

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Rangliste der Pressefreiheit: Deutschland ist abgerutscht

Deutschland steigt in der Rangliste der Pressefreiheit vier Plätze auf Rang 16 ab. Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 vergleicht die Situation für Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien. Die "Reporter ohne Grenzen",  bewerten die Verschlechterung als "eine Folge der stark gestiegenen Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten." Das lassen wir an dieser Stelle einfach mal so stehen. Rangliste der Pressefreiheit 2016 Situation in Deutschland ... zum Beitrag

Pegida in Dresden: Zwischen Agitation und Ausflugsstimmung

Von Frank Überall, DJV-Bundesvorsitzender Es hat ein bisschen etwas von einer Klassenfahrt. Es ist Mitte März, und in der Dresdner Innenstadt ist es kalt. An einem Kiosk wird Glühwein für einen Euro verkauft. Viele Menschen auf dem Altmarkt aber haben eigene Thermoskannen mitgebracht. Rund 3.000 haben sich versammelt. Journalistinnen und Journalisten beobachten die Szenerie mit einem dumpfen Gefühl im Magen. Zu oft hat es hier Übergriffe auf Medienvertreter gegeben. An diesem Abend schaue ich auch zu. Um es vorweg zu nehmen: Es war ein ruhiger Abend, nicht so aufgeregt und gewaltbelastet wie viele Treffen der Pegida-Anhänger sonst in Dresden. Es gibt nur verbale Gewalt, und die richtet ... zum Beitrag

Offener Brief der L-IZ.de

Nach wiederholten Angriffen will die Leipziger Internetzeitung nicht mehr live über den Leipziger Pegida-Ableger Legida berichten. Die Journalisten fühlen sich von der Polizei und der Politik im Stich gelassen. Der DJV bewertet die Entscheidung in einer Pressemitteilung als verheerendes Signal über den Zustand der Pressefreiheit in Sachsen. Wir dokumentieren den offenen Brief zur Begründung der L-IZ-Redaktion hier im Original. LEGIDA und die Polizei: Maßnahmen gefordert, Einstellung der L-IZ – Liveberichterstattung Wir begleiten seit nunmehr über einem Jahr persönlich und vor Ort die Aufmärsche von LEGIDA über alle Demonstrationstermine hinweg und berichten live mit Fotos, Texten ... zum Beitrag

„Wer mit Gewalt arbeitet, kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen!“

Prälat Prof. Dr. Helmut Moll ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Im Interview mit sieht der Kölner Parallelen zwischen der Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und heute. „Wer mit Gewalt arbeitet, kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen“, erläutert der Kirchenexperte im Hinblick auf die so genannte Pegida-Bewegung.   Das Gespräch mit Prof. Dr. Helmut Moll führte Frank Überall In der NS-Zeit mussten Journalistinnen und Journalisten für ihren Widerstand gegen die Diktatur zum Teil mit dem Tod büßen. Weshalb sprechen Sie jetzt von Ähnlichkeiten ... zum Beitrag

Schutz gesucht, Anzeige und Platzverweis kassiert

Fallschilderung von Hendrik Pupat, freier Printjournalist, Leipzig Der Leipziger Pegida-Ableger Legida mobilisiert selten mehr als eine dreistellige Zahl an Teilnehmern. Dafür gilt er als noch radikaler als das Dresdner Vorbild. Stadtbekannte Neonazis spazieren vereint mit Hooligans neben Wutbürgern, deren Schilder Putin um Hilfe bitten und zum Wohl der Bienen „Gegen den Einsatz von Pesdiziden“ (ja: „d“) sind. Ein beliebter Redner nennt sich, auf die Volkserziehung anspielend,  „Friedrich Fröbel“. Er jongliert rassistisch mit Intelligenzquotienten, fordert das Einschreiten der Bundeswehr gegen „völkerwandernde Invasoren“ und die sofortige Verhaftung Angela Merkels. Zwar ... zum Beitrag
Bundestag beschäftigt sich mit Gewalt gegen Journalisten Seit Monaten beschimpfen und attackieren Demonstranten Medienvertreter. Das Thema fängt an, bei Politikern Gehör zu finden. Am 13.01.2016 haben sie sich in einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag aus erster Hand über die Arbeitsbedingungen von Journalisten informiert. Zu den eingeladenen Expert_innen und Berichterstatter_innen zählten: Britta Hilpert, Leiterin ZDF-Landesstudio Brandenburg in Potsdam, Vorstandsmitglied „Reporter ohne Grenzen“ Martin Hoffmann, Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit Jaafar Abdul Karim, Journalist und Moderator „Deutsche Welle“ Stefan Raue, Chefredakteur „Mitteldeutscher ... zum Beitrag
Strafanzeige wegen Volksverhetzung Der DJV hat am 13. Januar Strafanzeige wegen Volksverhetzung und aller sonst in Betracht kommenden Straftaten gegen die Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling erstattet. Anlass ist ihr Aufruf bei der Leipziger Legida-Demonstration vom 11. Januar: "Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln." Festerling erzeuge bzw. steigere mit der Äußerung Feindschaft gegenüber den genannten Personen, heißt es in der Anzeige des DJV an die Staatsanwaltschaft Leipzig .  ... zum Beitrag

„Pegida“ brutal (nicht nur) in Köln: Knalltrauma, Schnittwunden, blaue Flecken

Seit mehr als 20 Jahren berichte ich über Aufmärsche von Rechtsextremen und Rechtspopulisten. Angenehm war das nie. Aber was man in diesen Monaten bei solchen Demonstrationen erlebt, stellt alles in den Schatten. Zum Beispiel am 9. Januar 2016 in Köln. Das war der Samstag nach den Silvester-Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof. Die Pegida-Bewegung hatte zur Kundgebung aufgerufen. Angeblich „nur“ besorgte Bürger. Im Vorfeld hatten sich die Organisatoren von jeglicher Form der Gewalt distanziert. Zumindest verbal. Als ich aus Berlin am Kölner Hauptbahnhof ankam, war die Szene schon etwas eigenwillig. Aggressiv anmutende Männer setzten im Bahnhofsgebäude schon zu dieser Mittagszeit ... zum Beitrag
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