Schlagwort: Pegida (Seite 2 von 2)

„Wer mit Gewalt arbeitet, kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen!“

Prälat Prof. Dr. Helmut Moll ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Im Interview mit sieht der Kölner Parallelen zwischen der Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und heute. „Wer mit Gewalt arbeitet, kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen“, erläutert der Kirchenexperte im Hinblick auf die so genannte Pegida-Bewegung.   Das Gespräch mit Prof. Dr. Helmut Moll führte Frank Überall In der NS-Zeit mussten Journalistinnen und Journalisten für ihren Widerstand gegen die Diktatur zum Teil mit dem Tod büßen. Weshalb sprechen Sie jetzt von Ähnlichkeiten ... zum Beitrag

Schutz gesucht, Anzeige und Platzverweis kassiert

Fallschilderung von Hendrik Pupat, freier Printjournalist, Leipzig Der Leipziger Pegida-Ableger Legida mobilisiert selten mehr als eine dreistellige Zahl an Teilnehmern. Dafür gilt er als noch radikaler als das Dresdner Vorbild. Stadtbekannte Neonazis spazieren vereint mit Hooligans neben Wutbürgern, deren Schilder Putin um Hilfe bitten und zum Wohl der Bienen „Gegen den Einsatz von Pesdiziden“ (ja: „d“) sind. Ein beliebter Redner nennt sich, auf die Volkserziehung anspielend,  „Friedrich Fröbel“. Er jongliert rassistisch mit Intelligenzquotienten, fordert das Einschreiten der Bundeswehr gegen „völkerwandernde Invasoren“ und die sofortige Verhaftung Angela Merkels. Zwar ... zum Beitrag
Bundestag beschäftigt sich mit Gewalt gegen Journalisten Seit Monaten beschimpfen und attackieren Demonstranten Medienvertreter. Das Thema fängt an, bei Politikern Gehör zu finden. Am 13.01.2016 haben sie sich in einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag aus erster Hand über die Arbeitsbedingungen von Journalisten informiert. Zu den eingeladenen Expert_innen und Berichterstatter_innen zählten: Britta Hilpert, Leiterin ZDF-Landesstudio Brandenburg in Potsdam, Vorstandsmitglied „Reporter ohne Grenzen“ Martin Hoffmann, Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit Jaafar Abdul Karim, Journalist und Moderator „Deutsche Welle“ Stefan Raue, Chefredakteur „Mitteldeutscher ... zum Beitrag
Strafanzeige wegen Volksverhetzung Der DJV hat am 13. Januar Strafanzeige wegen Volksverhetzung und aller sonst in Betracht kommenden Straftaten gegen die Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling erstattet. Anlass ist ihr Aufruf bei der Leipziger Legida-Demonstration vom 11. Januar: "Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln." Festerling erzeuge bzw. steigere mit der Äußerung Feindschaft gegenüber den genannten Personen, heißt es in der Anzeige des DJV an die Staatsanwaltschaft Leipzig .  ... zum Beitrag

„Pegida“ brutal (nicht nur) in Köln: Knalltrauma, Schnittwunden, blaue Flecken

Seit mehr als 20 Jahren berichte ich über Aufmärsche von Rechtsextremen und Rechtspopulisten. Angenehm war das nie. Aber was man in diesen Monaten bei solchen Demonstrationen erlebt, stellt alles in den Schatten. Zum Beispiel am 9. Januar 2016 in Köln. Das war der Samstag nach den Silvester-Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof. Die Pegida-Bewegung hatte zur Kundgebung aufgerufen. Angeblich „nur“ besorgte Bürger. Im Vorfeld hatten sich die Organisatoren von jeglicher Form der Gewalt distanziert. Zumindest verbal. Als ich aus Berlin am Kölner Hauptbahnhof ankam, war die Szene schon etwas eigenwillig. Aggressiv anmutende Männer setzten im Bahnhofsgebäude schon zu dieser Mittagszeit ... zum Beitrag

Interview mit Jörg Zajonc: „Der Extremismus ist robuster geworden“

Journalistinnen und Journalisten, die ihre Arbeit nur noch in Begleitung von Sicherheitskräften ausüben können? Nicht nur in ostdeutschen Bundesländern ist das ein Problem. Auch im Westen der Republik stehen Redaktionsspitzen vor der Frage, was sie ihren Mitarbeitern zumuten können. Jörg Zajonc, Geschäftsführer und Chefredakteur von RTL West, beschreibt im Interview die Situation und spricht über Gefahren durch einen „robuster“ und „tatkräftiger“ gewordenden Extremismus. Das Interview mit Jörg Zajonc führte Frank Überall Vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) wissen wir bereits, dass Reporterinnen und Reporter zu Demonstrationen von Pegida und Rechtsextremen von Bodyguard ... zum Beitrag

Augenzeugenbericht von Marcus Arndt

Am 8.12.2015 fand in Duisburg eine fremdenfeindliche Demonstration der „Pegida“ statt. Meine Kollegin und ich sind als erfahrene Journalisten, mit Schwerpunkt auf Innenpolitik und Rechtsextremismus, nach Duisburg gereist, um darüber zu berichten, aber auch um die allgemeine und aktuelle Situation dieser sogenannten „besorgten Bürger“ aufzuzeichnen. Etwa 150 Pegida-Teilnehmer, wovon etwa 80 der HoGeSa- und Hooliganszene zuzurechnen waren, hetzten sich gegenseitig mit „Deutschland den Deutschen“ und sonstigen fremdenfeindlichen Parolen während der Rednerpausen auf. Wir als Journalisten standen mit unseren Kameras etwa 10 Meter von den Hundertschaften der Polizei entfernt und begannen ... zum Beitrag
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